Die ersten Tage in Island

Mittwoch, 28. Bis zum Jökursarlon

Aufgewacht so um 5 das erste Mal. Dafür, dass es im Sommer fast 24 Stunden Tageslicht gibt, haben die Isländer noch nicht daran gedacht, vernünftige Jalousien in ihre Häuser zu machen…natürlich.
Gut, ich dann um halb 8 aufgestanden oder so… und mit den beiden anderen gefrühstückt. Draußen immer noch orkanartig und ekelhaft. Habe mich dann um 9 aufgerafft und bin losgefahren…noch einmal nach Höfn rein um dort hinter dem Hafen Vögel zu beobachten. Die Vögel wollten aber nicht so gerne beobachtet werden. Tausende Gänse.

Dann bin ich weitergefahren, mal hier mal da angehalten. Die Landschaft ändert sich dauernd, ist wunderbar. Nur der Regen und Wind hat sich nicht so viel geändert. Am Ende hatte ich so 8-9 Grad, immer wieder Regen und mal mehr und mal weniger Wind.
Höhepunkt definitiv Jökulsarlon, die Gletscherlagune mit den Eisbergen. Wunderschön. Eisberge in Weiß, Schwarz, Blau… Während ich dann dort Stundenlang herumstiefelte und Hunderte Fotos und Videos machte, regnete es zum Glück gar nicht und windstill war es auch fast. War trotzdem kühl. Als ich dann eine Eisplatte hochgehalten habe und versucht habe durch ein Loch im Eis zu fotografieren, habe ich plötzlich gemerkt, das ich beobachtet wurde. Konnte aber niemanden sehen. Als ich dann aufs Wasser guckte, erschrak ich ein bißchen, da mich eine Robbe beobachtete. 🙂 Nachdem wir uns dann gegenseitig eine Minute angeguckt haben oder so, ist sie dann davongeschwommen.
Ich liebe meine Windjacke. Heute hatte ich Tshirt, darüber Strickjacke, darüber Fleecejacke, darüber Windjacke. War gut. Ging gut.

Geschlafen in Hali, 13 km von der Lagune. Ich alleine in einem Haus. Wieder volle Küche und schönes warmes Bad mit badewanne. Habe ich mich erst Mal in die Wanne gelegt.
Die Rezeption ist in einem Museum (sieht man von der Straße, riesengroße Bücherreihe)/Restaurant.
Dort arbeiten zwei Frauen…eine davon aus Paderborn, die ein Jahr in Kassel studiert hat. Die Andere war später da, als ich kurz meine Emails checken wollte (hatte keine :-() wofür ich nichts bezahlt habe. Dann habe ich einen Tee getrunken und das Museum besucht, über einen Schriftsteller, der in Hali gelebt hat und dafür musste ich alles nichts zahlen, weil ich ja in Húsavík arbeite. Huih!

Donnerstag 29.april 2010

Morgens los gefahren, noch einmal zur Gletscherlagune, wo ich Möwen beim Fressen zu gesehen habe.

Dann weiter in Richtung Skaftafell Nationalpark, wo ich ein bißchen gewandert bin, zu einem Wasserfall und zu einem alten Hof. Im Besucherzentrum hab ich mir ein Video von dem Vulkanausbruch unter dem Vatnajökull angesehen – in 96. Muß der gewesen sein, wo ich über Island einen Bericht machen musste.

Hab dann mal hier und da unterwegs angehalten und wollte dann in Kirkubaejarklaustur (versucht das mal auszusprechen) übernachten. Im Shop fragte ich, ob sie irgendwo eine billige Unterkunft kennen würden und wurde dann an eine Adresse verwiesen. Draußen stoppten mich dann noch einmal zwei Niederländer, die mir auch noch einmal die gleiche Adresse gesagt haben, da sie dort auch übernachteten. Wunderschöne kleine Unterkunft auf einem Hof, mit Pferden und Hunden. Die Holländer haben mich dann auch mit zum Essen ins nächste Hotel genommen, wo ich für 3500 Kronen das beste Lammfleisch gegessen habe, das ich je hatte…gut, es war auch das teuerste Essen, das ich je hatte 😉 Genauso teuer wie meine Unterkunft. Den Wein haben sie mir ausgegeben 🙂 War sehr nett.

Auf dem Weg zum Restaurant haben wir noch eine Isländerin mitgenommen, die gerade vom reiten kam. Kein Auto oder Fahrrad aber 7 Pferde. Sie ist Lehrerin und ist von Reykjavik umgesiedelt. Sie meinte, sie würde 2 Klassen unterrichten – eine mit 4 Kindern, eine andere mit 3. Insgesamt hat die Schule 44 Kinder.

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