Wieder in Húsavík

Seit Donnerstag bin ich wieder in Island – und was war das für ein Schock. Mir war schon in Deutschland mitgeteilt worden, dass es in Húsavík geschneit hatte, aber es dann selber zu sehen war etwas völllig anderes. In Reykjavik selber war von Schnee noch keine Spur und ich war relativ optimistisch gut von Akureyri nach Húsavík durchzukommen. Ich dachte, dass es vielleicht nur ein, zwei Mal geschneit hätte… Pustekuchen. Als mein Flieger von Reykjavik nach Akureyri zum Landeanflug ansetzte, sah ich nur die weiße Winterlandschaft und das dichte Schneegestöber, das noch immer herrschte. Ich war mitten in einem Wintersturm gelandet 🙁

Das Auto musste ich erst mal von einer dichten Schneedecke befreien. Mein Optimismus trotzdem noch gut durchzukommen verflog dann ganz ganz schnell, als ich schon auf dem Parkplatz ins rutschen kam und die kurze Strecke vom Flughafen bis nach Akureyri auch gar nicht geräumt war. Mit Tempo 50 und einem schweren Magen dachte ich dann an den Berg zwischen Akureyri und Húsavík, den ich überwinden musste, und sah mich schon einen Abhang hinunterschlittern. Die Strecke war auch nicht geräumt, aber zum Glück auch nicht so glatt, dass ich nicht durchgekommen bin. Für die ganze Strecke habe ich dann eine halbe Stunde länger gebraucht als sonst, da man teilweise sehr langsam fahren musste.

Tja und dann hat es so ziemlich von Donnerstag Abend bis Montag morgen durchgeschneit. Die Schneeberge wuchsen immer höher und hier kommt nicht bei jeder Schneeflocke ein Räumfahrzeug heraus. Mit Salz wird gar nicht gestreut, die Gehwege werden auch von offiziellen Räumern geräumt und nicht von den Hausbesitzern. Und die Räumfahrzeuge können natürlich nicht alles räumen und eine dicke Schnee/Eisschicht bleibt liegen.

Seit gestern taut es, der Schnee ist jetzt wieder fast weg (gut für Lisa, die heute durchs halbe Land fahren muß um die Fähre nach Dänemark zu nehmen), dafür regnet es ununterbrochen.

Im Winter kann ich mir wohl Fahrten nach Akureyri mit dem Auto abschminken. :-/

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