1. Krankenhausbesuch

Da mein Knie seit Samstag verrückt spielt und ich Montag beim Versuch aufzustehen so dolle Schmerzen hatte, dass ich dachte, ich würde ohnmächtig werden, bin ich gestern zum Arzt gegangen.

Natürlich ist alles ein wenig anders als in Deutschland – in Húsavík gibt es ein Krankenhaus mit verschiedenen Ärzten, keine einzelnen Praxen. Ich habe morgens angerufen und mein Problem jemandem geschildert, der absolut keine Ahnung hatte (anscheinend sind das Rezeptionisten, nicht mal Krankenschwestern). Mir wurde dann gesagt, dass ein Doktor mich zurückrufen würde, was hier als völlig normal angesehen wird.

Der Doktor rief mich dann eine Stunde später an und ich musste ihm meine Probleme noch einmal schildern, woraufhin er mich dann um 1.40 Uhr zu sich bestellt hat. Im Krankenhaus selber mußte man – wie überall in Island – natürlich wieder die Schuhe ausziehen und sich nach der Anmeldung an der Rezeption ins Wartezimmer setzen. Und dann kam ich tatsächlich zur bestellten Zeit dran. Keine unnötige Wartezeit, gar nichts.

Der ganze Besuch hat mich 1000 Kronen für den Arzt gekostet (dank isländischer Krankenversicherung) und dann noch einmal 900 Kronen, weil ich eine bescheinigung wollte, dass ich beim Arzt war … die hätte ich wahrscheinlich nicht einmal gebraucht, weil ich meinem Chef schon vorher Bescheid gesagt hatte, aber ich dachte ‚Mach es mal wie in Deutschland‘. Nur wusste ich nicht, dass Bescheinigungen etwas kosten. Dass Bescheinigungen noch mal so viel kosten wie der Arztbesuch selber! Verrückt.

Falls es jemanden interessiert was ich habe: Nichts lebensbedrohliches. Ich habe den Muskel verzerrt, der das Knie auf der Innenseite zusammenhält. Nun heißt es schonen und abwarten…

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