Nur in einem Walmuseum …

… oder einer Forschungsstation bekommt man Abwechslung am Arbeitsplatz in Form von ein paar toten Walen.
Ich habe mich gestern mit einer Finnin angefreundet, die ihre Bachelorarbeit über die Schweinswale in der Skjalfandi Bay schreiben wird. Sie ist gerade mit ihrem isländischen Freund aus Finnland nach Akureyri gezogen und wird im Sommer über in Husavik sein. Jedenfalls war ich gestern mit ihr während meiner Mittagspause an der Tankstelle und sie erzählte mir, dass am Hafen ein paar tote Schweinswale in nem Bottich liegen würden – Beifang von den Fischern. Der Beifang wird ja gerne verschwiegen, besonders bei den kleinen Walen/Delphinen, da diese nicht gemeldet werden müssen (und so einen Schweinswal isst man ja auch mal ganz gerne ;)). Dies soll sich nun ändern, die Fischer wurden neulich zu einem Informationstreffen eingeladen und die Schweinswale, die aus Versehen getötet werden, sollen untersucht und seziert werden. Allein in diesem Jahr sind mindestens 11 Schweinswale in der Bucht getötet worden – 11 Fälle, die uns gemeldet wurden.
Das Ganze soll im Mai passieren, wenn die ersten Freiwilligen des Forschungsinstituts ankommen und ich glaube ich werde mir das auch mal angucken. Ist bestimmt superinteressant.
Jedenfalls bin ich gestern nach der Arbeit dann erst einmal nach Hause um Fotokamera und Freund abzuholen und zusammen haben wir uns dann auf die Suche nach den Schweinswalen gemacht – ich wollte unbedingt einen anfassen. Wir haben sie dann auch sehr schnell gefunden, sie lagen immer noch einfach offen in einem Fischbehälter am Dock.

Angefühlt haben sie sich sehr glatt – sehr stromlinienförmig 😉 – und leicht gummiartig, aber doch nicht. Und sehr fest, was wohl daran liegt, dass sie leicht gefroren waren.

Und noch zwei Fotos vom Húsavíker Hafen.


Im letzten Foto könnt ihr auch mein zukünftiges Zuhause betrachten. Wir ziehen in das blau-weiße Haus mit dem roten Dach auf dem Hügel.

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