Reisen und die Angst vor Bed Bugs

In letzter Zeit arbeite und reise ich sehr viel. Darum auch die ständige Angst vor den sich immer weiter ausbreitenden Bed Bugs, die Bettwanzen. Das erste Mal von ihnen gehört habe ich damals in den USA. Gehabt habe ich sie eventuell in meinem einen Apartment in Ägypten, aus dem ich recht schnell wieder ausgezogen bin (wegen dem pingeligen, überall Zettel dranklebenden Mitbewohner – und die Zettel hingen bevor ich eingezogen bin :D). Sicher bin ich mir aber nicht, da meine Reaktionen nicht so groß auf die Bisse waren. Wie auch immer habe ich sie zum Glück nicht mitgenommen.
Denn so haben sie sich wieder weltweit ausgebreitet, man findet sie mittlerweile fast überall. Dabei ist es egal, ob man in einem billigen Hostel schläft oder in einem teuren Hotel, mit Sauberkeit haben Bettwanzen nicht viel zu tun. Die Dinger verstecken sich überall und kommen dann nachts hervor, laufen durch den Raum und laben sich an unserem Blut. *muhaha*
Warum ich jetzt davon schreibe? Nun, weil ich momentan halt so viel reise – nächste Woche fliege ich nach Bulgarien und die Hostels bewerben ihre Häuser teilweise groß mit der Auskunft „Bed Bug Free!!!“ Was ja darauf schließen lässt, dass sie sie entweder einmal hatten und sie erfolgreich bekämpft haben (Kudos, denn das dauert lange und ist kostenintensiv) oder dass die gesamte Stadt ansonsten verseucht ist…
Ein Freund von mir war Anfang des Jahres in Prag, zugegebenermaßen in einem 3 € Hostel (das kann ja nix sein, sagt man sich ;)), und als er wiederkam, habe ich ihn kaum erkannt. Er war so dermaßen zerbissen und angeschwollen, dass er praktisch fünf Tage lang nichts machen konnte. Zum Glück hat er sie nicht mit nach Hause gebracht…

Die Dinger können fast ein ganzes Jahr ohne Nahrung auskommen. Und sie könnten in gebrauchten Büchern leben… Juhu. Sie sterben allerdings bei Temperaturen über 55 Grad ab, also nach dem Second Hand Büchereinkauf erst Mal die Bücher in die Mikrowelle/Ofen? 😀
Jedenfalls sollte man seine Sachen nicht direkt im / am Bett stehen lassen, damit die Wanzen es sich nicht in den Sachen bequem machen.

Ich habe mir schon einen Notfallplan überlegt: Falls ich herausfinde, dass ich verseucht bin, lasse ich mir von einer Freundin einen verschließbaren Sack / irgend etwas geben und packe alle Sachen, die ich bei mir habe dort hinein bevor ich meine Wohnung betrete. Habe zum Glück einen Keller, in dem ich mich ausziehen könnte 😀 Und dann warte ich 40 Wochen bis ich den Sack wieder aufmache. 😉 Kochwäsche bzw. Trockner (oder… Backofen) geht auch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.