Herbst in Dresden

Herbst in Dresden

Momentan zeigt sich der Herbst in Dresden von seiner schönsten Seite: Es ist trocken, nach anfänglichem Nebel (wir haben halt die Elbe in der Stadt) dann sonnig und nicht allzu kalt. Leider habe ich es diesen Sommer / Herbst bis auf die Tauchausfahrten zum wunderschönen Steinbruch in Nentmannsdorf eigentlich gar nicht aus Dresden herausgeschafft, aber der große Garten in der Mitte von Dresden macht einiges wett.

Ich habe bestimmt schon einmal von dieser grünen Oase inmitten Dresdens geschrieben, hier ist der Zoo, ein paar Biergärten, ein kleines Schlösschen und andere Statuen und hier gehe ich im Sommer sehr gerne hin, um im Grünen zu lesen, Leute zu beobachten oder auch Eis zu essen…und manchmal auch um zu joggen. Bis letzte Woche konnte man auch mit der Parkeisenbahn fahren, die ist jetzt aber im Winterschlaf.

Jedenfalls kann man hier auch als Großstädter ein bisschen Laub fotografieren und in Laubhaufen wühlen, bis die städtischen Mitarbeiter kommen und im deutschen Sauberkeitsfimmel alles mit den schrecklichen Laubbläsern wegblasen und feinsäuberlich einsammeln. Ist ja egal, dass die Natur das Laub eigentlich braucht, seien es die Igel, die in Laubhaufen überwintern oder auch die Böden, die neuen Humus bekommen, indem z.B. Bodentiere oder Pilze das Laub in Humus verwandeln.

Die letzte Woche bin ich mit dem Fahrrad zu meinem Social Media Kurs in die Innenstadt gefahren. Da es jetzt morgens wieder hell ist und ein Freund mir geholfen hat mein Omafahrrad einigermaßen in Schuss zu bringen, wollte ich das mal ausprobieren. Der Anreiz war das Ende der Herbstferien in Sachsen und die Unlust mich jeden Morgen wieder wie eine Sardine in der Blechbüchse zu fühlen, wenn man mit 1000 Kindern Bahn fährt. Stattdessen radele ich jetzt zwei Mal am Tag durch den großen Garten und gucke mir die fallenden Blätter an. Morgens ist es wie an der See auch immer noch windstill, nachmittags dann wie immer in der Windy City super windig – natürlich immer mit Gegenwind aus Osten. Mal gucken wie lange ich durchhalte, aber so lange es noch hell und trocken ist, möchte ich weitermachen.
Wieso ich nur im Tageslicht fahre? Mein Fahrrad hat zwar Licht, aber mein Trafo ist seit letztem Jahr kaputt, so dass er theoretisch immer an wäre / das Fahren immer erschweren würde. Darum habe ich ihn mit Packschnur fest an den Rahmen des Schutzbleches gebunden, d.h. wenn die Polizei mich anhalten würde, könnte ich beweisen, dass ich Licht habe, aber es ist so fest geschnürt, dass ich das Licht nach Benutzung nicht wieder einfach ausschalten könnte. Darum: Kein Licht. 😉

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